Ruhe-Oase in St. Maria im Oktober: Maria Knotenlöserin

Wir laden Sie dazu ein, sich im Rosenkranzmonat Oktober in unserer Ruhe-Oase im rechten Seitenschiff der Pfarrkirche etwas Zeit zu nehmen und über ihr eigenes Lebensband nachzudenken und es Maria hinzuhalten, wir haben passende Texte und Bilder hierzu vorbereitet, die in der Ruhe-Oase ausliegen. 

In Augsburg hängt ein viel verehrtes Marienbild, welches Maria als Knotenlöserin darstellt. Mit Hingabe und Geduld löst Maria einen Knoten aus einem Lebensband, das ihr Engel hinhalten. Unser Blick richtet sich im Monat Oktober wieder auf Maria: Jedoch nicht nur auf die „Wunderschön, prächtige Maria“, sondern im zweiten Blick auch auf Maria, die so ist wie wir, auf die Maria, die mit ihrem Alltag manchmal sicher zu kämpfen hatte, deren Pläne durchkreuzt wurden und die versucht hat, die Knoten und Verwirrungen in ihrem Leben anzunehmen und sie behutsam zu lösen. Verknotungen erleben wir persönlich auch immer wieder. In der Welt, in unserer Kirche, aber auch ganz persönlich.
 
Nehmen Sie sich etwas Zeit über ihr eigenes Lebensband nachzudenken, und es Maria hinzuhalten:
 
Gibt es etwas, was Sie im Leben einengt, was verschnürt ist oder Ihnen gar die Luft abschneidet, was verworren ist oder sogar unlösbar scheint?
 
Im Marienmonat Oktober können Sie in der Ruhe-Oase in unserer Pfarrkirche St. Maria mit Schnüren Ihre „Lebensknoten“ an ein Gitter mit der Bitte um Lösung anbinden.
 
 
Verknotungen
 
Manchmal verknotet sich das Leben. Nichts läuft mehr glatt: Es verwickelt sich, ich blicke nicht mehr durch, finde Anfang und Ende nicht mehr.
 
Pläne werden durchkreuzt, Träume zerplatzen, der Boden schwankt, ich habe keinen Halt mehr. Verknotungen in meinem Leben und je mehr ich zerre und ziehe, Lösungen herbeizwingen will, umso mehr zurrt sich der Knoten fest.
 
Es gibt auch einen anderen Weg. Den Knoten anschauen, in meine Hände nehmen. Ihn annehmen, nicht gegen ihn sein. Daran glauben, dass auch ein Knoten seine Ordnung hat. Der Faden kommt irgendwo her und er geht irgendwo hin.
 
Mit dem Knoten gehen, nicht ziehen, sondern schieben, nicht zerren, sondern entwirren, nicht durchschauen, sondern behutsam lösen. Behutsamkeit statt Gewalt, Ruhe statt Ungeduld, Vertrauen statt Angst Liebe statt Hass.
 
Das möchte ich von dir lernen, Maria, Knotenlöserin.
 
Andrea Schwarz
 
Wir wünschen Ihnen einen guten Weg durch den Oktober! Möge uns der bunte Herbst dabei helfen, mit Maria gut mit den Verknotungen in Kirche und Welt, in unserem persönlichen Leben und im Leben unserer Mitmenschen umzugehen.
 
Ihr und Euer
Gemeindeteam St. Maria