Gestaltungsmöglichkeiten

 

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Lesungstexte aus dem Alten Testament:

Aus dem Buch Genesis
Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land. Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen. (Gen 1,26-28)

Aus dem Buch Kohelet
Zwei sind besser als einer allein, falls sie nur reichen Ertrag aus ihrem Besitz ziehen. Denn wenn sie hinfallen, richtet einer den anderen auf. Doch wehe dem, der allein ist, wenn er hinfällt, ohne dass einer bei ihm ist, der ihn aufrichtet. Außerdem: Wenn zwei zusammen schlafen, wärmt einer den anderen; einer allein - wie soll er warm werden? Und wenn jemand einen einzelnen auch überwältigt, zwei sind ihm gewachsen, und eine dreifache Schnur reißt nicht so schnell.
(Koh 4,9-12)

Aus dem Buch Rut
Doch dann gab Orpa ihrer Schwiegermutter den Abschiedskuss, während Rut nicht von ihr ließ. Noomi sagte: Du siehst, deine Schwägerin kehrt heim zu ihrem Volk und zu ihrem Gott. Folge ihr doch! Rut antwortete: Dränge mich nicht, dich zu verlassen und umzukehren. Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe auch ich, da will ich begraben sein. Der Herr soll mir dies und das antun - nur der Tod wird mich von dir scheiden. (Rut 1,14-17)

Aus dem Buch der Sprichwörter:
Nie sollen Liebe und Treue dich verlassen; binde sie dir um den Hals, schreib sie auf die Tafel deines Herzens! Dann erlangst du Gunst und Beifall bei Gott und den Menschen. Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit; such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade. (Spr 3,3-6)

Aus: Das Hohelied
Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm! Stark wie der Tod ist die Liebe, die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt. Ihre Gluten sind Feuergluten, gewaltige Flammen. Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen; auch Ströme schwemmen sie nicht weg. Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, nur verachten würde man ihn. (Hld 8,6-7)


Lesungstexte aus dem Neuen Testament:

Aus dem Brief an die Römer
Eure Liebe sei ohne Heuchelei. Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten. Seid einander in brüderlicher Liebe zugetan, übertrefft euch in gegenseitiger Achtung! Lasst nicht nach in eurem Eifer, lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn! Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet! Helft den Heiligen, wenn sie in Not sind; gewährt jederzeit Gastfreundschaft! Segnet eure Verfolger, segnet sie und verflucht sie nicht! Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden! Seid untereinander eines Sinnes; strebt nicht hoch hinaus, sondern bleibt demütig! Haltet euch nicht selbst für weise! Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Seid allen Menschen gegenüber auf Gutes bedacht! Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden! (Röm 12,9-18)

Aus dem Brief an die Römer
Bleibt niemand etwas schuldig; nur die Liebe schuldet ihr einander immer. Wer den ändern liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren!, und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammen gefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. (Röm 13,8-10)

Aus dem ersten Brief an die Korinther
Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. (1Kor 13,4-8a)

Aus dem Brief an die Epheser
Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen. So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos. Darum sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Keiner hat je seinen eigenen Leib gehasst, sondern er nährt und pflegt ihn, wie auch Christus die Kirche. Denn wir sind Glieder seines Leibes. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche. Was euch angeht, so liebe jeder von euch seine Frau wie sich selbst, die Frau aber ehre den Mann.
(Eph 5,25-33)

Aus dem Brief an die Philipper
Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott. Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren. Schließlich, Brüder: Was immer wahrhaft, edel, recht, was lauter, liebenswert, ansprechend ist, was Tugend heißt und lobenswert ist, darauf seid bedacht! Was ihr gelernt und angenommen, gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein. (Phil 4,4-9)

Aus dem Brief an die Kolosser
Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen. Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld! Ertragt euch gegenseitig, und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht. In eurem Herzen herrsche der Friede Christi; dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes. Seid dankbar! (Kol 3, 12-15)

Aus dem ersten Brief des Johannes
Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm. Darin ist unter uns die Liebe vollendet, dass wir am Tag des Gerichts Zuversicht haben. Denn wie er, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe, und wer sich fürchtet, dessen Liebe ist nicht vollendet. Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.
(1. Joh 4,16b-19)
 

Evangeliumstexte:

Aus dem Evangelium nach Matthäus
Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Mt 5,13-16)

Aus dem Evangelium nach Matthäus
Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung? Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr als sie? Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern? Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen! Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben. (Mt 6,25-33)

Aus dem Evangelium nach Matthäus
Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. (Mt 7,21.24-25)

Aus dem Evangelium nach Matthäus
Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18,19-20)

Aus dem Evangelium nach Matthäus
Da kamen Pharisäer zu ihm, die ihm eine Falle stellen wollten, und fragten: Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen? Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein? Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. (Mt 19, 3-6)

Aus dem Evangelium nach Johannes
Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder fasste ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm. Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zuviel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn. (Joh 2,1-11)

Aus dem Evangelium nach Johannes
Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren. (Joh 12,24-26)

Aus dem Evangelium nach Johannes
Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. (Joh 15,1-5)

Aus dem Evangelium nach Johannes
Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf: Liebt einander! (Joh 15,15-17)

Aus dem Evangelium nach Johannes
Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. (Joh 15, 9-12)

Trau-Sprüche:

Hier haben Sie eine Auswahl an Trausprüchen. Desweiteren können mit Hilfe der Website www.trauspruch.de noch weitere Trausprüche gefunden werden.

„Du bist doch in unserer Mitte, Herr, und dein Name ist über uns ausgerufen. Verlass uns nicht!" Aus dem Buch Jeremia 14,9

„Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." Aus dem Matthäus-Evangelium 18,20

„Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe." Aus dem Johannes-Evangeliun 15,9

„Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe." Aus dem Johannes-Evangeliun 15,12

„Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt." Aus dem Römerbrief 8,28

„Einer trage des anderen Last; so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen." Aus dem Galaterbrief 6,2

„Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt." Aus dem Philipperbrief 4,13

„Vor allem haltet fest an der Liebe zueinander." Aus dem ersten Petrusbrief 4,8

„Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm." Aus dem ersten Johannesbrief 4,16

„Einen Menschen lieben, heißt einwilligen, mit ihm alt zu werden." Albert Camus

„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast." Antoine de Saint-Exupéry

„Die Erfahrung lehrt uns, dass Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht, sondern dass man in die gleiche Richtung blickt." Antoine de Saint-Exupéry

„Wer den anderen liebt, lässt ihn gelten, so wie er ist, wie er gewesen ist und wie er sein wird." Michael Quoist

„Wer einen Menschen liebt, setzt für immer seine Hoffnung auf ihn." Gabriel Marcel

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Antoine de Saint-Exupéry

„Die Ehe ist eine Brücke, die man täglich neu bauen muss, am besten von beiden Seiten." Ulrich Beer

„Wir sind sterblich, wo wir lieblos sind; unsterblich, wo wir lieben." Karl Jaspers

„Erst seit ich liebe, weiß ich, dass ich lebe." Theodor Körner

„Die Liebe allein versteht dies Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden." Clemens von Brentano

„Es ist das Herz, das gibt, die Hände geben nur her." Aus Afrika
 

Fürbitten:

Natürlich können Sie ihre eigenen Fürbitten formulieren oder aus den angegebenen individuell etwas zusammenstellen:

1. Vorschlag für Fürbitten:
Zelebrant: Im Namen unseres Herrn Jesus Christus versammelt, wenden wir uns voll Vertrauen an Gott, unseren Vater.
- Wir bitten für N. und N., die sich heute im Sakrament der Ehe einander anvertrauen, dass sie in der Treue fest stehen und in Liebe füreinander da sind.
V.: Christus, höre uns. A.: Christus, erhöre uns.
- Wir bitten für alle Ehepaare, dass sie die Liebe des anderen nie als selbstverständlich hinnehmen, sondern immer neu als Geschenk verstehen.
- Wir bitten für die verschiedenen Generationen – für Kinder, Eltern und Großeltern – dass sie offen sind füreinander, die Eigenheiten jedes Lebensalters achten und einander beistehen.
- Wir bitten für unsere Gemeinde und die Kirche überall, dass sie Geborgenheit und Hilfe bietet für die Brautleute, die Familien, die Alleinerziehenden und die Alleinstehenden.
Zelebrant: Denn in deinem Kommen, Herr Jesus Christus, hat Gott uns seine Treue erwiesen. Durch dich preisen wir den Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit.
Alle: Amen.

2. Vorschlag für Fürbitten:
Lasset uns beten:
- Für diese Eheleute, dass Gott ihre Liebe heiligt und die beiden in unverbrüchlicher Treue erhalte; dass er ihnen Kraft schenke, einander mit Geduld beizustehen und ihre Ehe im Glauben an seine Verheißung zu führen.
V.: Herr, erbarme dich. A.: Herr, erbarme dich.
- Für alle Ehepaare, dass Gott sie in guten und schlechten Tagen geleite und in ihrer Arbeit segne; dass er sie vor Kleingläubigkeit und Engherzigkeit bewahre.
V.: Herr, erbarme dich. A.: Herr, erbarme dich.
- Für die Kirche, dass Gott die Einheit in ihr wachsen lasse; dass er allen Christen beistehe, ein Leben treu dem Evangelium zu führen und so der Einheit den Weg zu bereiten.
V.: Herr, erbarme dich. A.: Herr, erbarme dich.
- Für uns, die wir hier versammelt sind, dass Gott uns lehre, die Freiheit und das Gewissen anderer zu achten; dass er den Eheleuten die Kraft gebe, gemeinsam ihre Kinder im christlichen Glauben zu erziehen.
V.: Herr, erbarme dich. A.: Herr, erbarme dich.
Zelebrant: Darum bitten wir dich, gütiger Gott und Vater, durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn sei dir Ehre und Preis, Lob und Dank in der Einheit des Heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit. Alle: Amen.

3. Vorschlag für Fürbitten:
Lasst uns beten zu Gott für N. und N.: dass sie unter deinem Schutz zum Glück eines gemeinsamen Lebens finden, dass ihre Liebe durch all die Jahre ihres Lebens zunimmt, dass sie auch in schwierigen Entscheidungen zueinander stehen;
- dass sie füreinander den Blick der Liebe behalten, das rechte Wort, die helfende Hand und auch in den Stunden der Einsamkeit die Kraft, füreinander da zu sein.
- Für ihre Eltern, ihre Familien und für alle, die ihnen in Freundschaft verbunden sind, dass du sie in gegenseitiger Liebe und Dankbarkeit erhältst.
- Für alle, die sich einmal das Jawort gegeben haben, dass sie in Freud und Leid zusammenstehen und einander die Lasten des Lebens tragen helfen.
Gott, deine Güte ist größer als unser Herz. Lass uns alle erfahren, dass du mehr schenkst, als wir einander wünschen können.

4. Vorschlag für Fürbitten:
Gott, unser Vater, zu dir beten wir voll Vertrauen:
- Für diese Brautleute, dass sie glücklich werden in ihrer Ehe, dass sie ihr Leben miteinander in Freude teilen, dass ihre Liebe wachse durch all die Jahre ihres gemeinsamen Lebens, und dass sie auch in Stunden der Einsamkeit und Enttäuschung füreinander da sind und immer wieder neu zueinander finden. Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.
- Für alle, die diese beiden Menschen auf ihrem bisherigen Lebensweg begleitet haben, für ihre Eltern, die ihnen das Leben gaben, für ihre Familien, in denen sie aufwuchsen, für alle, die ihnen in Freundschaft verbunden sind, und für alle, die den Glauben an deine Güte in sie hineingepflanzt haben, dass wir alle in diesem Glauben bleiben und in der Liebe Jesu Christi – ein Leben lang. Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.
- Für alle Eheleute, die es schwer miteinander haben, die sich fremd geworden sind und die mit der Enttäuschung ringen, dass sie nicht aufhören, einander zu suchen, dass sie Verständnis und Geduld füreinander aufbringen und um unser aller Erfahrung wissen, dass unser Leben immer wieder nach einem neuen Anfang verlangt. Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.
- Für die verstorbenen Angehörigen dieser Brautleute, dass sie bei dir Frieden und ihre Heimat finden. Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.
So können wir voller Hoffnung bitten, weil du uns deine Nähe zugesagt hast. Alle: Amen.
 

Auswahl der Lieder:

Hochzeitsgäste sind oft mit dem Singen von (kirchlichen) Liedern nicht allzu vertraut. Darum sollten bei Trauungen Melodien und Texte ausgesucht werden, die sehr bekannt und deshalb singbar sind.

Bewährt sind folgende Lieder (gebraucht werden 3-4):
Großer Gott, wir loben dich
Lobe den Herren
Nun singt ein neues Lied dem Herren
Nun lobet Gott im hohen Thron
Nun saget Dank und lobt den Herren
Herr, deine Güt´ ist unbegrenzt
Erfreue dich, Himmel erfreue dich, Erde
Unser Leben sei ein Fest
Wer unterm Schutz des Höchsten steht
Solang es Menschen gibt auf Erden
Ich will dich lieben
Mein schönste Zier
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
Herr Du bist mein Leben
Worauf sollen wir hören
Lasst uns loben, freudig loben
Nun singe Lob, du Christenheit
Gott ruft sein Volk zusammen
Eine große Stadt ersteht
Du, Herr, gabst uns dein festes Wort
Ein Danklied sei dem Herrn
Laß uns in deinem Namen, Herr
Wo die Güte und die Liebe wohnt
Keinen Tag soll es geben
Möge die Straße uns zusammen führen
Komm Herr segne uns
Vertraut den neuen Wegen
Bewahre uns Gott, behüte uns Gott
Nun danket all und bringet Ehr
Nun danket alle Gott

Musikalische Wünsche:
Sollten Sie für Ihre Trauung besondere musikalische Wünsche haben, z.B. Sologesang, bitten wir Sie den Solisten selbst zu suchen. Zu bedenken ist dabei, dass die Liedbegleitung fremder Stücke für den Organisten gegebenenfalls einen Mehraufwand an Übung verursacht. Dafür müsste mit ihm eine besondere Vergütung vereinbart werden.

Geschichten / Meditationstexte:

Ein junger Mann hatte einen Traum. Hinter der Ladentheke sah er einen Engel. Hastig fragte er ihn: „Was verkaufen Sie, mein Herr?" Der Engel gab ihm freundlich zur Antwort: „Alles, was Sie wollen." Der junge Mann sagte: „Dann hätte ich gerne:
- eine Frau, die mich immer versteht und auf die ich mich verlassen kann,
- eine glückliche Ehe, die bis zu unserem Lebensende glücklich bleibt,
- gute Freunde, die uns auf unserem Lebensweg begleiten,
- Kinder, die sich gut entwickeln und an denen wir unsere Freude haben,
- und, und ..."
Da fiel ihm der Engel ins Wort und sagte: „Entschuldigen Sie, junger Mann, Sie haben mich verkehrt verstanden. Wir verkaufen keine Früchte hier, wir verkaufen nur den Samen."
nach einer alten Legende

Die Brautleute hatten nicht viel Geld, aber dennoch waren sie der Meinung, dass viele Menschen mitfeiern sollten. Geteilte Freude ist doppelte Freude, dachten sie. Es sollte ein großes Fest werden, beschlossen sie, mit vielen Gästen. Denn warum sollte unsere Freude nicht ansteckend sein? -fragten sie sich. Es herrscht unter den Menschen ohnehin mehr Leid als Freude. Also baten sie die Eingeladenen, je eine Flasche Wein mitzubringen. Am Eingang würde ein großes Fass stehen, in das sie ihren Wein gießen könnten; und so sollte jeder die Gabe des anderen trinken und jeder mit jedem froh und ausgelassen sein.
Als nun das Fest eröffnet wurde, liefen die Kellner zu dem großen Fass und schöpften daraus. Doch wie groß war das Erschrecken aller, als sie merkten, dass es Wasser war. Versteinert saßen oder standen sie da, als ihnen allen bewusst wurde, dass eben jeder gedacht hatte: Die eine Flasche Wasser, die ich hineingieße, wird niemand merken oder schmecken.
Nun aber wussten sie, dass jeder so gedacht hatte. Jede von ihnen hatte gedacht: Heute will ich mal auf Kosten anderer feiern. Unruhe, Unsicherheit und Scham erfasste alle, nicht nur, weil es lediglich Wasser zu trinken gab. Und als um Mitternacht das Flötenspiel verstummte, gingen alle schweigend nach Hause, und jeder wusste: Das Fest hatte nicht stattgefunden.
Chinesische Parabel

Eine Kaulquappe hatte einen Weißfisch geehelicht. Als ihre Beine wuchsen und sie ein Frosch zu werden begann, sagte sie eines Morgens zu ihm: »Martha, ich werde jetzt bald einer Berufung aufs Festland nachkommen müssen, es wird angebracht sein, dass du dich beizeiten daran gewöhnst, auf dem Lande zu leben.«
»Aber um Himmels willen!« rief der Weißfisch verstört, »bedenke doch, Lieber: meine Flossen! Die Kiemen!«Die Kaulquappe sah seufzend zur Decke empor. »Liebst du mich, oder liebst du mich nicht?« »Ei, aber ja,« hauchte der Weißfisch ergeben. »Na also«, sagte die Kaulquappe.
Wolfdietrich Schnurre

Ein Weiser mit Namen Choni ging einmal über Land und sah einen Mann, der einen Johannisbrotbaum pflanzte. Er blieb bei ihm stehen und sah ihm zu und fragte: »Wann wird das Bäumchen wohl Früchte tragen?«
Der Mann erwiderte: »In siebzig Jahren.« Da sprach der Weise: »Du Tor! Denkst du in siebzig Jahren noch zu leben und die Früchte deiner Arbeit zu genießen? Pflanze lieber einen Baum, der früher Früchte trägt, dass du dich ihrer erfreust in deinem Leben.«
Der Mann aber hatte sein Werk vollendet und sah freudig darauf, und er antwortete: „Rabbi, als ich zur Welt kam, da fand ich Johannisbrotbäume und aß von ihnen, ohne dass ich sie gepflanzt hatte, denn das hatten meine Väter getan. Habe ich nun genossen, wo ich nicht gearbeitet habe, so will ich einen Baum pflanzen für meine Kinder oder Enkel, dass sie davon genießen. Wir Menschen mögen nur bestehen, wenn einer dem anderen die Hand reicht. Siehe, ich bin ein einfacher Mann, aber wir haben ein Sprichwort. Gefährten oder Tod."
Else Schubert-Christaller