Ehe / Hochzeit

 
Im Sakrament der Ehe tritt Gott in die liebende Beziehung von Mann und Frau ein und heiligt diese.
Bei der kirchlichen Trauung spricht das Brautpaar bewusst sein JA zueinander und zu Gott.
Sie wollen kirchlich heiraten?
Herzlichen Glückwunsch zu ihrem Entschluss.
Zur Vorbereitung sollen sich die Paare ca. ein halbes Jahr vor dem Trautermin im Pfarrbüro anmelden und dort das Ehevorbereitungsprotokoll erstellen.
Im Traugespräch mit dem Pfarrer oder Diakon werden Inhalt und Bedeutung des Eheversprechens besprochen und die Gestaltung der Feier geklärt.
Empfohlen wird an einem Ehevorbereitungstag teilzunehmen. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite von "Ein Tag für uns".
Viele Ehe- und Familien begleitende Angebote bietet auch die Diözese
Die nachfolgenden Seiten möchten versuchen, Ihnen einen Überblick über das Sakrament der Ehe zu geben:
 
 

Ehevorbereitung:

Durch die vielen Vorbereitungen, die ein Hochzeitsfest mit sich bringt, bleibt oft wenig Zeit für das Gespräch über die Bedeutung der Trauung für die Partnerschaft:
* Wie soll unser gemeinsamer Lebensweg aussehen?
* Was schätze ich an meiner Partnerin /an meinem Partner?
* Welche Rolle spielt der Glaube dabei?
* Welchen Inhalt und Sinn hat das Eheversprechen, das wir einander im Gottesdienst geben?

Um diesen Fragen auch im Austausch mit anderen Paaren nachgehen zu können, bietet Ihnen die Kirche Ehevorbereitungsseminare an. -> www.eintagfueruns.de

Wir laden Sie herzlich ein, sich für ein solches Angebot Zeit zu nehmen. Sie können dabei zwischen kurzen ein- bis eineinhalbtägigen Kursen oder einem fünftägigen Angebot in einem Tagungshaus wählen. Die Erfahrungen anderer Paare zeigen, dass sich die Teilnahme für die Partnerschaft lohnt. Über diese Angebote informiert Sie ein Faltblatt, das in jedem Pfarramt erhältlich ist und das am Schriftenstand der Kirche ausliegt.
 
Unser Angebot vor Ort:
Für Paare, die heiraten wollen, bieten die beiden Pfarreien Bernhard Baden und Rastatt einen Tag der Begegnung an.
Wir beginnen jeweils um 9:00 Uhr, Ende ist gegen 17:00 Uhr.
Die Kosten pro Paar betragen 25,00 Euro.
 
Termine:

"Ein Tag für uns" findet an folgenden Terminen statt (jeweils Samstag):
 
15. November 2025, online
  
Sa. 16.05.2026
09:30 - 18:00
Seminar zur Ehevorbereitung
Wir trauen uns. Wir sagen „Ja“ zueinander. Aber was bedeutet das? Was versprechen wir uns gegenseitig, vor Gott und der Gemeinde? Und was haben wir im Gepäck - meine Partnerin / mein Partner und ich? Was verbindet uns als Paar, was hält uns zusammen und was stützt uns auch in Zukunft? Genau darum geht es in der Ehevorbereitung „Ein Tag für uns“.
Iffezheim: Kolpinghaus Iffezheim
Iffezheim
Sa. 14.11.2026
09:30 - 18:00
Seminar zur Ehevorbereitung
Wir trauen uns. Wir sagen „Ja“ zueinander. Aber was bedeutet das? Was versprechen wir uns gegenseitig, vor Gott und der Gemeinde? Und was haben wir im Gepäck - meine Partnerin / mein Partner und ich? Was verbindet uns als Paar, was hält uns zusammen und was stützt uns auch in Zukunft? Genau darum geht es in der Ehevorbereitung „Ein Tag für uns“.
Iffezheim: Kolpinghaus Iffezheim
Iffezheim
 

Anmeldung, Informationen und Kontakt:

  

Pfarrbüro Baden-Baden St. Bernhard

Bernhardusplatz 2
76530 Weststadt
Öffnungszeiten
Montag - Freitag: 10:00 - 12:00
 
 
  

Patrick Krieg

Pastoralreferent
 
 

Anmeldung:

Die Anmeldung zur Trauung sollte möglichst früh erfolgen, um Terminüberlagerungen und damit Enttäuschungen zu vermeiden (am Besten etwa ein halbes Jahr vorher). Ein Anmeldeformular kann in den jeweiligen Pfarrbüros hierfür schon ausgefüllt werden. Danach wird im Vorfeld noch ein Termin mit dem trauenden Geistlichen vereinbart.

Auch besondere Gestaltungswünsche sollten möglichst frühzeitig angezeigt werden, um die Realisierung sicherstellen zu können (z.B. müssen für Gesangsvorträge bisweilen Proben mit Orgelbegleitung anberaumt werden).
 
 

Das katholische Eheverständnis:

Die katholische Kirche hat an Paare, die den Bund der Ehe schließen wollen bestimmte Erwartungen, die zu beachten sind. Zunächst einmal ist der Bund der Ehe vom katholischen Verständnis ein Sakrament (Zeichenhandlung), das die unaufkündbare Liebe Gottes zu den Menschen deutlich machen soll. Von daher gilt eine Ehe als unauflöslich bis zum Tode. Eine solche eheliche Treue bedarf deshalb einer freien willentlichen Entscheidung beider Partner für diese Lebensgemeinschaft. Kernbereich der Ehe ist, das beiderseitige Wohl beider Partner und die grundsätzliche Offenheit für mögliche Kinder. Für einen katholischen Christen ist es ebenso verpflichtend, dass einer standesamtlichen Trauung die kirchliche Zeremonie folgt.

Das Ehe-Verständnis in der evangelischen Kirche ist ein wenig anders. Dort reicht es für eine gültige kirchliche Ehe aus, wenn das Paar sich vor dem Standesamt das Ja-Wort zu spricht. Außerdem können in der evangelischen Kirche Menschen aus geschiedenen Ehen sich neu trauen lassen.

In der katholischen Kirche gilt durch die Unauflöslichkeit der Ehe der Grundsatz, dass bereits verheiratete und geschiedene Christen sich nicht ein zweites Mal kirchlich trauen lassen können. Problematisch kann dies insbesondere dann werden, wenn ein evangelischer Partner denkt, er/sie sei noch nie kirchlich Verheiratet gewesen, da nur vor dem Standesamt eine Bindung eingegangen wurde, die dann wieder geschieden wurde. Hier ist jedoch klar zu stellen, dass für die evangelische Kirche eine standesamtliche Hochzeit bindend ist und so auch von der katholischen Sichtweise, diese Bindung als gültig geschlossene Ehe anerkannt wird.
Besteht oder bestand in früherer Zeit bereits eine Verbindung zu einem anderen Partner, so ist es ratsam, sich mit dem zuständigen katholischen Geistlichen zu besprechen, ob und wie eine Trauung überhaupt möglich ist.
Grundsätzlich gilt für die katholische Eheschließung, dass die beiden Partner ledig sind. Einen Nachweis, dass Sie noch nicht verheiratet waren stellen die jeweiligen Pfarrämter der Taufpfarrei aus.
 
 

Der katholische Traugottesdienst:

Die katholische Trauung ist immer dann möglich, wenn wenigstens einer der Brautleute katholisch ist. Von einer „katholischen Trauung“ spricht man, wenn der Geistliche, der der Eheschließung assistiert, Amtsträger der katholischen Kirche ist.
Für katholische Christ/innen gilt, dass sie ihre Ehe unter Assistenz eines katholischen Geistlichen und vor zwei Zeugen schließen müssen und der Geistliche den Ehewillen erfragt und entgegen nimmt. Eine nur standesamtliche Trauung oder eine Trauung nach dem Ritus einer anderen Konfession oder Religion bedarf zur Anerkennung einer durch den Bischof zuvor erteilten Dispens, die über den Wohnsitzpfarrer beantragt werden kann.

Nach dem katholischen Eheverständnis ist die Ehe unter Getauften ein Sakrament, ein Zeichen der Nähe Gottes, ein nur durch den Tod aufzulösender Bund, der zugleich ein Symbol der Verbindung Christi zu seiner Kirche ist (vergleiche Epheser 5,32).

Für die Vorbereitung der kirchlichen Trauung wenden Sie sich am besten an Ihren Wohnsitzpfarrer, der Ihre Wünsche bezüglich der Gestaltung der Feier berücksichtigen wird. Ihre Feier wird in dem Maße individueller, je mehr persönliche Vorschläge Sie zur Gestaltung machen können.
 
 

Spender des Sakraments:

Trotz landläufiger Meinung ist nicht der Priester oder Diakon der Spender des Ehesakramentes, sondern das Sakrament der Ehe spenden sich die Eheleute immer gegenseitig. Der anwesende Priester bzw. Diakon ist dabei Empfangsbevollmächtigter der Kirche, welcher den erklärten Ehewillen der Brautleute entgegennimmt. Darüber hinaus hat er den Auftrag, den Segen Gottes auf die Brautleute herabzurufen. So erklärt die Bischofskonferenz im „Katholischen Erwachsenen Katechismus“: „Das sakramentale Zeichen der Ehe ist also der personale freie Akt im dem sich die Eheleute gegenseitig schenken und annehmen. Deshalb spenden sich nach der meist vertretenen theologischen Meinung die Brautleute das Sakrament der Ehe gegenseitig durch die Erklärung ihres Ehewillens (Ja-Wort)“. Und weiter „Der Priester (Diakon) welcher der Trauung assistiert, nimmt dieses Ja-Wort im Namen der Kirche entgegen und spricht darüber den Segen der Kirche.“
Der Diakon hat wie der Priester die Befugnis den Ehewillen entgegenzunehmen und den Segen zu spenden. Hinsichtlich der Sakramentalität und Heiligkeit des gespendeten Segens und der geschlossenen Ehe, besteht keinerlei Unterschied.
Jedoch kann nur der Priester einer Trauung innerhalb einer Eucharistiefeier (Brautmesse) vorstehen.
 
 

Zuständigkeit- Ort der Trauung:

Voraussetzung für die kirchliche Trauung in einer unserer katholischen Kirchen der großen Pfarrei St. Bernhard ist, dass mindestens einer der beiden Partner Mitglied der katholischen Kirche ist.

Grundsätzlich ist Ort der Eheschließung die kath. Kirche in der die Brautleute ihren Wohnsitz haben. Sind diese in zwei Gemeinden beheimatet, besteht die Wahl in welcher das Sakrament der Ehe gespendet werden soll.

Aber auch für auswärtige Paare besteht die Möglichkeit hier zu heiraten, insbesondere wenn der zuständige Heimatpfarrer die Trauung vollzieht. Daher ist es ratsam zuvor mit dem zuständigen Heimatpfarramt ein Gespräch zu führen. Hinsichtlich einer Kirchenreservierung ist vorab auch das Pfarrbüro der jeweiligen Gemeinde zu kontaktieren.
 
 

Form der Feier:

Die Trauung in einer Wort – Gottes - Feier
Es ist eine gelebte und sichtbare Tatsache, dass es viel Gläubige gibt, welche sich der kath. Kirche verbunden fühlen, ohne jedoch in einer engen Beziehung zur Gemeinde zu stehen und auch nicht dem sonntäglichen Gottesdienst regelmäßig beiwohnen. Gerade aber aus der Tradition oder einer immer noch starken Verbundenheit mit der kath. Kirche heraus, haben viele Eheleute das innere Bedürfnis ihre Ehe unter den Segen Gottes zu stellen und gegenüber der Kirche und der anwesenden Gemeinde und Feiergesellschaft dies auch zu bekunden. Gerade diesen Ehepaaren, raten wir zur Trauung in einer Wort – Gottes – Feier.
 
Die Trauung innerhalb einer Eucharistiefeier (Brautmesse)
Da nach der Glaubensauffassung der kath. Kirche die Eucharistiefeier Mittelpunkt und Höhepunkt eines jeden gelebten Glaubens ist, ergeben sich bei der Wahl für die Trauung innerhalb einer Eucharistiefeier (Brautmesse) auch besondere Vorgaben. So sollte diese Form der Eheschließung nur derjenige wählen, welcher sich mit der Eucharistiefeier verbunden weiß und in diesem Glaubensvollzug auch verwurzelt ist und diesen bejahen kann. Die Trauung innerhalb einer Eucharistiefeier, als Ausdruck des kath. Glaubens, kann daher bei einer konfessionsverschiedenen Ehe (ökumenische Ehe) nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen gewählt werden. Wenn der evang. Partner die Eucharistie, im Rahmen der Trauung empfangen möchte, ist in jedem Fall ein intensives Gespräch mit dem evang. Partner nötig, da hier nicht von einem automatischen Mitvollzug des kath. Glaubens ausgegangen werden kann. Auch ist es unmöglich generell die anwesende evang. Festgemeinde zum gemeinsamen Mahl einzuladen. Aufgrund dieser Einschränkungen kann jedem konfessionsverschiedenem Ehepaar nur dringend ans Herz gelegt werden genau abzuwägen ob unter solchen Voraussetzungen und Zugeständnissen eine gelingende und erfüllende Feier möglich ist. Sollte dies verneint werden, raten wir zu einer anderen, oben angeführten Feierform.


Die ökumenische Trauung mit Beteiligung des evang. Pfarrers / Pfarrerin
Innerhalb der letzten Jahrzehnte haben sich die beiden christlichen  Konfessionen immer näher aufeinander zu bewegt und versucht Brücken zueinander zu bauen. Die Tatsache, dass es sehr viel Ehepaare gibt, welcher der katholischen und evangelischen Kirche angehören, forderte die Amtskirchen heraus, eine gemeinsame Feierform für diese Paare zu finden. Die ökumenische Feier der Eheschließung ist wohl als sehr gelungen anzusehen im Hinblick auf jene Paare, die in zwei Konfessionen beheimatet sind und dieser Verbundenheit auch Ausdruck verleihen wollen. Gerade auch das unkomplizierte miteinander Feiern allen Anwesenden, egal ob katholischer oder evangelischen Konfession ist der große Vorteil dieser Feierform.

Die ökum. Trauung vor dem kath. Amtsträger ohne Beteiligung des evang. Pfarrers / Pfarrerin
Die ökum. Trauung vor dem evang. Pfarrer / Pfarrerin ohne Anwesenheit eines kath. Amtträgers
In dieser Form der Eheschließung nimmt der Amtsträger der jeweiligen Kirche, sei es ein Diakon, ein Priester, ein Pfarrer oder eine Pfarrerin, stellvertretend auch für die jeweils andere Konfession das Ja-Wort entgegen. Im rechtlichen Sinne ist es eine voll gültig geschlossenen und sakramentale katholische Ehe. Die Gründe für die Wahl einer solchen Feierform sind sehr unterschiedlich. So ist es möglich, dass an einem bestimmten Trautermin nicht beide Pfarrer bzw. Diakon bei der Trauung anwesend sein können. Es ist auch möglich, dass der eine Ehepartner zwar in seiner Konfession beheimatet ist, aber auf die Anwesenheit des Amtsträgers verzichtet,  weil vielleicht kein großer Wert auf die Präsenz des Amtsträgers gelegt wird, oder weil beide wissen, dass sich die Eheleute zuerst selbst das Sakrament der Ehe spenden und daher ein Amtsträger zur Entgegennahme des Ja - Wortes genügt.
 
 

Formalitäten:

* Taufurkunde / Aufenthaltsbescheinigung / „Ledigeneid“:
- Von allen katholischen Partnern, die nicht in einer der Kirchen der Seelsorgeeinheit getauft wurden, brauchen wir von der zuständigen Taufpfarrei ein aktuelles Taufzeugnis „zum Zweck der Eheschließung“ (nicht älter als ein halbes Jahr), das den Ledigenstand nachweisen kann.
- Von allen evangelischen Partnern brauchen wir ebenfalls einen entsprechenden Nachweis über den Ledigenstand. Dies geschieht durch die Vorlage einer Aufenthaltsbescheinigung des Einwohnermeldeamtes und durch einen so genannten „Ledigeneid“, der bekundet, dass weder eine standesamtliche noch kirchliche Hochzeit bereits stattgefunden hat. Der „Ledigeneid“ kann beim Traugespräch mit dem Geistlichen erfolgen.

* Heiratsurkunde:
Die kirchliche Trauung setzt immer die standesamtliche Eheschließung voraus; darum muss vor der Trauung eine Heiratsurkunde vorlegt werden. (Falls eine Eintragung ins Familienstammbuch gewünscht wird, müsste auch die entsprechende Seite mit abgegeben werden.)

* Dimissoriale:
Brautleute, die nicht in der Gemeinde wohnen, wo die Hochzeit stattfindet, brauchen ein sog. "Dimissoriale" (= Überweisung) von ihrem zuständigen Heimatpfarramt.
 
 

Kontakte:

Nützliche Telefonnummern für die jeweiligen Verantwortlichen an den verschiedenen Orten der Seelsorgeeinheit können sie in unseren Pfarrbüros erfragen:
  

Pfarrbüro Baden-Baden St. Bernhard

Bernhardusplatz 2
76530 Weststadt
Öffnungszeiten
Montag - Freitag: 10:00 - 12:00
 
 

Pfarrbüro Lichtental

Kirchweg 7
76534 Lichtental
Öffnungszeiten
Mo, Mi, Do: 08:30 - 11:00

Geschlossen am 4. und 8. Mai.

Pfarrbüro Oos

Ooser Kirchstraße 1
76532 Baden-Baden-Oos
Öffnungszeiten:
Mo - Fr: 9.00 - 11.00 Uhr
Di + Do 15.00 - 18.00 Uhr

Pfarrbüro Haueneberstein

Eberbachstr. 10
76532 Baden-Baden-Haueneberstein
Öffnungszeiten:
Mo + Di: 9.00 - 11.00 Uhr
Do: 16.00 - 18.00 Uhr

Pfarrbüro Sandweier

Iffezheimer Straße 4
76532 Baden-Baden-Sandweier
Öffnungszeiten:
Di: 14.30 - 18.00 Uhr
Mi: 9.00 - 11.00 Uhr
Do: 9.00 - 11.00 Uhr

Pfarrbüro Steinbach

Kirchplatz 2
76534 Baden-Baden-Steinbach
Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag
9:00 Uhr bis 12:00 Uhr
 
 

Pfarrbüro Eisental

Winzerstraße 18
77815 Bühl-Eisental
Öffnungszeiten
Dienstag:  9:00 Uhr bis 11:00 Uhr
Donnerstag: 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Pfarrbüro Neuweier

Mauerbergstraße 95
76534 Baden-Baden-Neuweier
Öffnungszeiten
Mittwoch 10:00 Uhr bis 12.00 Uhr
 
Das Pfarrbüro ist im Rathaus Neuweier.

Pfarrbüro Varnhalt

Am Kirchberg 7
76534 Baden-Baden-Varnhalt
Das Pfarrbüro in Varnhalt ist geschlossen. Wenden Sie sich mit Ihren Anliegen bitte an das Pfarrbüro in Steinbach. 
Das Büro von Pastoralreferent Claus Kassautzki (Tel. 07223-57260) bleibt erhalten.

Pfarrbüro Bühl

Ulrika-Nisch-Weg 1
77815 Bühl
Öffnungszeiten:
Montag - Donnerstag von 10.00 Uhr – 12.00 Uhr
Donnerstag von 15.00 Uhr – 17.00 Uhr

Pfarrbüro Kappelwindeck

Kappelwindeckstraße 26
77815 Bühl-Kappelwindeck
Öffnungszeiten:
Montag von 15.00 Uhr – 17.00 Uhr
Mittwoch von 15.00 Uhr – 17.00 Uhr
 
 

Pfarrbüro Vimbuch

Karl-Bunkofer-Straße 1
77815 Bühl-Vimbuch
Öffnungszeiten:
Dienstag von 10.00 – 12.00 Uhr
Freitag von 15.00 – 17.00 Uhr

Pfarrbüro Weitenung

Weitenunger Straße 32
77815 Bühl-Weitenung
Öffnungszeiten:
Donnerstag von 10.00 – 12.00 Uhr 
Donnerstag von 15.00 – 17.00 Uhr

 

Pfarrbüro Bühlertal

Schulstraße 1a
77830 Bühlertal
Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag von 8:30 – 11:30 Uhr 
 
St. Michael Bühlertal
St. Gallus Bühl-Altschweier
St. Antonius Herrenwies
 
 

Pfarrbüro Ottersweier

Laufer Straße 1
77833 Ottersweier
Öffnungszeiten 
Montag und Dienstag: 9.00 - 11.00 Uhr
Mittwoch geschlossen
Donnerstag: 9.00 - 11.00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr
Freitag: 9.00 - 11.00 Uhr
- und nach Absprache! -
 

Pfarrbüro Rheinmünster

Münsterstr. 12
77836 Rheinmünster-Schwarzach
Öffnungszeiten:
Dienstag und Mittwoch: 9.00 Uhr - 12.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Kirchenbuchzentrum

Herrenstr. 49
77836 Rheinmünster-Stollhofen
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Donnerstag jeweils von 9.00-11.00 Uhr

Pfarrbüro Sinzheim

Hauptstraße 75
76547 Sinzheim
Neue Öffnungszeiten ab dem 01.01.2026:
Dienstag, Donnerstag und Freitag 
vormittags von 9.00 Uhr - 12.00 Uhr 
Donnerstag nachmittags von 14:30 Uhr - 17.30 Uhr geöffnet
Montag und Mittwoch geschlossen
 

Pfarrbüro Hügelsheim

Gartenstraße 1
76549 Hügelsheim
Öffnungszeiten:
Mittwoch und Donnerstag
10:00 Uhr bis 12:00 Uhr 
 

Ablauf der katholischen Trauliturgie:

 
Erster Teil: Eröffnung
-Empfang des Brautpaares
- Einzug                                 (+ Instrumental Musik)
                                              (gemeinsames Lied)
- Begrüßung und Einführung
- Kyrie und Tagesgebet

Zweiter Teil: Wortgottesdienst
- Lesungen                              (+ Gesang zu den Lesungen)
- Evangelium
- Predigt

Dritter Teil: Trauung
-Befragung der Brautleute
- Segnung der Ringe
- Vermählung
- Bestätigung der Vermählung
- Feierlicher Trauungssegen
                                                   (Instrumental oder Lied)
- Fürbitten
- Vater Unser
                                                    (gemeinsames Lied)
Vierter Teil: Abschluss
- Segen, und Auszug                   (+ Instrumental Musik)
 
 

Kurze Erläuterung der einzelnen Teile:

 
Empfang des Brautpaares
Üblicherweise versammelt sich die Gemeinde in der Kirche und wartet dort auf den Einzug des Brautpaares. Der Geistliche, in der Regel ein Priester oder ein Diakon, begibt sich vor Beginn der Feier zusammen mit den Ministranten zum Portal der Kirche, wo er das dort wartende Brautpaar zusammen mit den Trauzeugen empfängt und begrüßt.

Einzug
Zu Orgelmusik, festlichem Gesang der Gemeinde oder anderer Instrumentalmusik zieht der Geistliche zusammen mit dem Brautpaar und den Trauzeugen in die Kirche ein. Die Brautleute und Trauzeugen begeben sich zu den für sie vorbereiteten Plätzen.
Wird zum Einzug kein Lied gesungen, kann nun, nachdem alle ihre Plätze eingenommen haben, das Eröffnungslied gesungen werden. Für dieses und alle Lieder im Gottesdienst ist zu beachten, dass die Melodien bekannt sind und möglichst viele Gäste mitsingen können. Das gibt der Feier einen festlichen Rahmen und stiftet darüber hinaus auch Gemeinschaft. Zur Auswahl der Lieder wendet man sich am besten auch an den örtlichen Kirchenmusiker, der in der Regel über Erfahrungen bezüglich des Bekanntheitsgrades der Lieder verfügt.

Begrüßung und Einführung
Nach dem Kreuzzeichen begrüßt der Geistliche die mitfeiernde Gemeinde und wendet sich dabei an die Brautleute.

Kyrie und Tagesgebet
Im Kyrie, das auch gesungen werden kann, wird uns bewusst, dass Gott, der Herr, inmitten seiner Gläubigen ist und sie zu dieser Feier versammelt. Das Tagesgebet nimmt Bezug auf den Anlass, dem in der katholischen Kirche ggf. weltweit in allen Gottesdiensten gedacht wird. Dadurch wird die Feier der Trauung in die gottesdienstlichen Feiern aller Gläubigen eingebunden.

Lesungen und Gesänge zu den Lesungen; Evangelium
Wie Sie auf unseren Seiten sehen können, ist die Bibel voll von schönen Texten über die Partnerschaft, die Liebe und auch anderen Texten, die sich für die Trauung eignen. Diese oder auch nicht biblische Texte, die Sie in Absprache mit dem Geistlichen ausgesucht haben, können von Verwandten, den Freund/innen oder einem Trauzeugen vorgetragen werden.
Sollten sie sich für eine Lesung entscheiden, schließt sich daran das Halleluja und Evangelium an. Bei zwei Lesungen wird ein Lied zwischen den Lesungstexten gesungen, bevor das Halleluja erklingt und das Evangelium verkündet wird.
Die Lesungen können von Gästen oder vom Brautpaar selbst vorgelesen werden, während die Verkündigung des Evangeliums dem Geistlichen vorbehalten bleibt.

Befragung der Brautleute
Der Geistliche tritt den Brautleuten entgegen und befragt sie nach ihrer Bereitschaft zur christlichen Ehe. Die Fragen leiten die Eheschließung ein und betreffen die Freiheit der Eheschließung, die Bereitschaft zur lebenslangen ehelichen Treue, die Bereitschaft, Kinder anzunehmen, sowie die Mitverantwortung in Kirche und Welt.

Segnung der Ringe
Vor der eigentlichen Vermählung werden die Ringe gesegnet. Die Ringe werden dem Geistlichen gebracht, der über sie ein Segensgebet spricht und sie ggf. auch mit Weihwasser besprengt.

Vermählung
Die Vermählung geschieht in der Erklärung des Ehewillens durch die Brautleute, den der Geistliche im Namen der Kirche erfragt und entgegennimmt. Als Zeichen ihrer Liebe und Treue stecken die Brautleute einander die Ringe an. Die Brautleute können für die Erklärung ihres Ehewillens zwischen zwei Formen wählen. Den selbst gesprochenen Vermählungsspruch oder die Vermählung durch das Ja-Wort.

Vermählungsspruch
Hierbei wenden sich die Brautleute einander zu, nehmen den Ring in die Hand und sprechen wechselseitig:
"N., vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meine Frau/meinen Mann. Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens."
Der Ring wird angesteckt.
"Trage diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."

Bestätigung der Vermählung
Der Geistliche bestätigt die Vermählung, indem er seine Stola um die ineinandergelegten Hände der Brautleute legt, seine rechte Hand darauf legt und spricht: "Im Namen Gottes und seiner Kirche bestätige ich den Ehebund, den Sie/ihr geschlossen haben/habt."
Die Trauzeugen und alle Anwesenden werden zu Zeugen des heiligen Bundes berufen.

Feierlicher Trauungssegen und Fürbitten
Der feierliche Trauungssegen schließt die eigentliche Trauung ab. Der Geistliche spricht den Segen, indem er über die Brautleute die Arme ausstreckt. Alle Anwesenden lädt er zum Gebet für die Brautleute ein. Im Anschluss an den Trauungssegen kann Instrumentalmusik oder ein Lied folgen.
In den Fürbitten, die von den Mitfeiernden vorgetragen werden können, wird für das Brautpaar, ihre Familien und Freunde und auch für die Anliegen der Kirche gebetet.

Vater Unser

Segen, Abschluss und Auszug

Vor dem abschließenden Segen werden die Trauzeugen aufgefordert, die Trauungsdokumente zu unterschreiben. Es folgt der feierliche Schlusssegen und der musikalisch begleitete Auszug des Brautpaares und der mitfeiernden Gemeinde.
 
 

Lesungstexte aus dem Alten Testament:

Aus dem Buch Genesis
Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land. Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen. (Gen 1,26-28)

Aus dem Buch Kohelet
Zwei sind besser als einer allein, falls sie nur reichen Ertrag aus ihrem Besitz ziehen. Denn wenn sie hinfallen, richtet einer den anderen auf. Doch wehe dem, der allein ist, wenn er hinfällt, ohne dass einer bei ihm ist, der ihn aufrichtet. Außerdem: Wenn zwei zusammen schlafen, wärmt einer den anderen; einer allein - wie soll er warm werden? Und wenn jemand einen einzelnen auch überwältigt, zwei sind ihm gewachsen, und eine dreifache Schnur reißt nicht so schnell.
(Koh 4,9-12)

Aus dem Buch Rut
Doch dann gab Orpa ihrer Schwiegermutter den Abschiedskuss, während Rut nicht von ihr ließ. Noomi sagte: Du siehst, deine Schwägerin kehrt heim zu ihrem Volk und zu ihrem Gott. Folge ihr doch! Rut antwortete: Dränge mich nicht, dich zu verlassen und umzukehren. Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe auch ich, da will ich begraben sein. Der Herr soll mir dies und das antun - nur der Tod wird mich von dir scheiden. (Rut 1,14-17)

Aus dem Buch der Sprichwörter:
Nie sollen Liebe und Treue dich verlassen; binde sie dir um den Hals, schreib sie auf die Tafel deines Herzens! Dann erlangst du Gunst und Beifall bei Gott und den Menschen. Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit; such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade. (Spr 3,3-6)

Aus: Das Hohelied
Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm! Stark wie der Tod ist die Liebe, die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt. Ihre Gluten sind Feuergluten, gewaltige Flammen. Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen; auch Ströme schwemmen sie nicht weg. Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, nur verachten würde man ihn. (Hld 8,6-7)


Lesungstexte aus dem Neuen Testament:

Aus dem Brief an die Römer
Eure Liebe sei ohne Heuchelei. Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten. Seid einander in brüderlicher Liebe zugetan, übertrefft euch in gegenseitiger Achtung! Lasst nicht nach in eurem Eifer, lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn! Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet! Helft den Heiligen, wenn sie in Not sind; gewährt jederzeit Gastfreundschaft! Segnet eure Verfolger, segnet sie und verflucht sie nicht! Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden! Seid untereinander eines Sinnes; strebt nicht hoch hinaus, sondern bleibt demütig! Haltet euch nicht selbst für weise! Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Seid allen Menschen gegenüber auf Gutes bedacht! Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden! (Röm 12,9-18)

Aus dem Brief an die Römer
Bleibt niemand etwas schuldig; nur die Liebe schuldet ihr einander immer. Wer den ändern liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren!, und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammen gefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. (Röm 13,8-10)

Aus dem ersten Brief an die Korinther
Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. (1Kor 13,4-8a)

Aus dem Brief an die Epheser
Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen. So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos. Darum sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Keiner hat je seinen eigenen Leib gehasst, sondern er nährt und pflegt ihn, wie auch Christus die Kirche. Denn wir sind Glieder seines Leibes. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche. Was euch angeht, so liebe jeder von euch seine Frau wie sich selbst, die Frau aber ehre den Mann.
(Eph 5,25-33)

Aus dem Brief an die Philipper
Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott. Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren. Schließlich, Brüder: Was immer wahrhaft, edel, recht, was lauter, liebenswert, ansprechend ist, was Tugend heißt und lobenswert ist, darauf seid bedacht! Was ihr gelernt und angenommen, gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein. (Phil 4,4-9)

Aus dem Brief an die Kolosser
Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen. Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld! Ertragt euch gegenseitig, und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht. In eurem Herzen herrsche der Friede Christi; dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes. Seid dankbar! (Kol 3, 12-15)

Aus dem ersten Brief des Johannes
Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm. Darin ist unter uns die Liebe vollendet, dass wir am Tag des Gerichts Zuversicht haben. Denn wie er, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe, und wer sich fürchtet, dessen Liebe ist nicht vollendet. Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.
(1. Joh 4,16b-19)
 

Evangeliumstexte:

Aus dem Evangelium nach Matthäus
Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Mt 5,13-16)

Aus dem Evangelium nach Matthäus
Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung? Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr als sie? Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern? Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen! Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben. (Mt 6,25-33)

Aus dem Evangelium nach Matthäus
Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. (Mt 7,21.24-25)

Aus dem Evangelium nach Matthäus
Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18,19-20)

Aus dem Evangelium nach Matthäus
Da kamen Pharisäer zu ihm, die ihm eine Falle stellen wollten, und fragten: Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen? Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein? Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. (Mt 19, 3-6)

Aus dem Evangelium nach Johannes
Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder fasste ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm. Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zuviel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn. (Joh 2,1-11)

Aus dem Evangelium nach Johannes
Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren. (Joh 12,24-26)

Aus dem Evangelium nach Johannes
Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. (Joh 15,1-5)

Aus dem Evangelium nach Johannes
Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf: Liebt einander! (Joh 15,15-17)

Aus dem Evangelium nach Johannes
Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. (Joh 15, 9-12)

Trau-Sprüche:

Hier haben Sie eine Auswahl an Trausprüchen. Desweiteren können mit Hilfe der Website www.trauspruch.de noch weitere Trausprüche gefunden werden.

„Du bist doch in unserer Mitte, Herr, und dein Name ist über uns ausgerufen. Verlass uns nicht!" Aus dem Buch Jeremia 14,9

„Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." Aus dem Matthäus-Evangelium 18,20

„Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe." Aus dem Johannes-Evangeliun 15,9

„Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe." Aus dem Johannes-Evangeliun 15,12

„Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt." Aus dem Römerbrief 8,28

„Einer trage des anderen Last; so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen." Aus dem Galaterbrief 6,2

„Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt." Aus dem Philipperbrief 4,13

„Vor allem haltet fest an der Liebe zueinander." Aus dem ersten Petrusbrief 4,8

„Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm." Aus dem ersten Johannesbrief 4,16

„Einen Menschen lieben, heißt einwilligen, mit ihm alt zu werden." Albert Camus

„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast." Antoine de Saint-Exupéry

„Die Erfahrung lehrt uns, dass Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht, sondern dass man in die gleiche Richtung blickt." Antoine de Saint-Exupéry

„Wer den anderen liebt, lässt ihn gelten, so wie er ist, wie er gewesen ist und wie er sein wird." Michael Quoist

„Wer einen Menschen liebt, setzt für immer seine Hoffnung auf ihn." Gabriel Marcel

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Antoine de Saint-Exupéry

„Die Ehe ist eine Brücke, die man täglich neu bauen muss, am besten von beiden Seiten." Ulrich Beer

„Wir sind sterblich, wo wir lieblos sind; unsterblich, wo wir lieben." Karl Jaspers

„Erst seit ich liebe, weiß ich, dass ich lebe." Theodor Körner

„Die Liebe allein versteht dies Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden." Clemens von Brentano

„Es ist das Herz, das gibt, die Hände geben nur her." Aus Afrika
 

Fürbitten:

Natürlich können Sie ihre eigenen Fürbitten formulieren oder aus den angegebenen individuell etwas zusammenstellen:

1. Vorschlag für Fürbitten:
Zelebrant: Im Namen unseres Herrn Jesus Christus versammelt, wenden wir uns voll Vertrauen an Gott, unseren Vater.
- Wir bitten für N. und N., die sich heute im Sakrament der Ehe einander anvertrauen, dass sie in der Treue fest stehen und in Liebe füreinander da sind.
V.: Christus, höre uns. A.: Christus, erhöre uns.
- Wir bitten für alle Ehepaare, dass sie die Liebe des anderen nie als selbstverständlich hinnehmen, sondern immer neu als Geschenk verstehen.
- Wir bitten für die verschiedenen Generationen – für Kinder, Eltern und Großeltern – dass sie offen sind füreinander, die Eigenheiten jedes Lebensalters achten und einander beistehen.
- Wir bitten für unsere Gemeinde und die Kirche überall, dass sie Geborgenheit und Hilfe bietet für die Brautleute, die Familien, die Alleinerziehenden und die Alleinstehenden.
Zelebrant: Denn in deinem Kommen, Herr Jesus Christus, hat Gott uns seine Treue erwiesen. Durch dich preisen wir den Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit.
Alle: Amen.

2. Vorschlag für Fürbitten:
Lasset uns beten:
- Für diese Eheleute, dass Gott ihre Liebe heiligt und die beiden in unverbrüchlicher Treue erhalte; dass er ihnen Kraft schenke, einander mit Geduld beizustehen und ihre Ehe im Glauben an seine Verheißung zu führen.
V.: Herr, erbarme dich. A.: Herr, erbarme dich.
- Für alle Ehepaare, dass Gott sie in guten und schlechten Tagen geleite und in ihrer Arbeit segne; dass er sie vor Kleingläubigkeit und Engherzigkeit bewahre.
V.: Herr, erbarme dich. A.: Herr, erbarme dich.
- Für die Kirche, dass Gott die Einheit in ihr wachsen lasse; dass er allen Christen beistehe, ein Leben treu dem Evangelium zu führen und so der Einheit den Weg zu bereiten.
V.: Herr, erbarme dich. A.: Herr, erbarme dich.
- Für uns, die wir hier versammelt sind, dass Gott uns lehre, die Freiheit und das Gewissen anderer zu achten; dass er den Eheleuten die Kraft gebe, gemeinsam ihre Kinder im christlichen Glauben zu erziehen.
V.: Herr, erbarme dich. A.: Herr, erbarme dich.
Zelebrant: Darum bitten wir dich, gütiger Gott und Vater, durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn sei dir Ehre und Preis, Lob und Dank in der Einheit des Heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit. Alle: Amen.

3. Vorschlag für Fürbitten:
Lasst uns beten zu Gott für N. und N.: dass sie unter deinem Schutz zum Glück eines gemeinsamen Lebens finden, dass ihre Liebe durch all die Jahre ihres Lebens zunimmt, dass sie auch in schwierigen Entscheidungen zueinander stehen;
- dass sie füreinander den Blick der Liebe behalten, das rechte Wort, die helfende Hand und auch in den Stunden der Einsamkeit die Kraft, füreinander da zu sein.
- Für ihre Eltern, ihre Familien und für alle, die ihnen in Freundschaft verbunden sind, dass du sie in gegenseitiger Liebe und Dankbarkeit erhältst.
- Für alle, die sich einmal das Jawort gegeben haben, dass sie in Freud und Leid zusammenstehen und einander die Lasten des Lebens tragen helfen.
Gott, deine Güte ist größer als unser Herz. Lass uns alle erfahren, dass du mehr schenkst, als wir einander wünschen können.

4. Vorschlag für Fürbitten:
Gott, unser Vater, zu dir beten wir voll Vertrauen:
- Für diese Brautleute, dass sie glücklich werden in ihrer Ehe, dass sie ihr Leben miteinander in Freude teilen, dass ihre Liebe wachse durch all die Jahre ihres gemeinsamen Lebens, und dass sie auch in Stunden der Einsamkeit und Enttäuschung füreinander da sind und immer wieder neu zueinander finden. Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.
- Für alle, die diese beiden Menschen auf ihrem bisherigen Lebensweg begleitet haben, für ihre Eltern, die ihnen das Leben gaben, für ihre Familien, in denen sie aufwuchsen, für alle, die ihnen in Freundschaft verbunden sind, und für alle, die den Glauben an deine Güte in sie hineingepflanzt haben, dass wir alle in diesem Glauben bleiben und in der Liebe Jesu Christi – ein Leben lang. Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.
- Für alle Eheleute, die es schwer miteinander haben, die sich fremd geworden sind und die mit der Enttäuschung ringen, dass sie nicht aufhören, einander zu suchen, dass sie Verständnis und Geduld füreinander aufbringen und um unser aller Erfahrung wissen, dass unser Leben immer wieder nach einem neuen Anfang verlangt. Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.
- Für die verstorbenen Angehörigen dieser Brautleute, dass sie bei dir Frieden und ihre Heimat finden. Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.
So können wir voller Hoffnung bitten, weil du uns deine Nähe zugesagt hast. Alle: Amen.
 

Auswahl der Lieder:

Hochzeitsgäste sind oft mit dem Singen von (kirchlichen) Liedern nicht allzu vertraut. Darum sollten bei Trauungen Melodien und Texte ausgesucht werden, die sehr bekannt und deshalb singbar sind.

Bewährt sind folgende Lieder (gebraucht werden 3-4):
Großer Gott, wir loben dich
Lobe den Herren
Nun singt ein neues Lied dem Herren
Nun lobet Gott im hohen Thron
Nun saget Dank und lobt den Herren
Herr, deine Güt´ ist unbegrenzt
Erfreue dich, Himmel erfreue dich, Erde
Unser Leben sei ein Fest
Wer unterm Schutz des Höchsten steht
Solang es Menschen gibt auf Erden
Ich will dich lieben
Mein schönste Zier
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
Herr Du bist mein Leben
Worauf sollen wir hören
Lasst uns loben, freudig loben
Nun singe Lob, du Christenheit
Gott ruft sein Volk zusammen
Eine große Stadt ersteht
Du, Herr, gabst uns dein festes Wort
Ein Danklied sei dem Herrn
Laß uns in deinem Namen, Herr
Wo die Güte und die Liebe wohnt
Keinen Tag soll es geben
Möge die Straße uns zusammen führen
Komm Herr segne uns
Vertraut den neuen Wegen
Bewahre uns Gott, behüte uns Gott
Nun danket all und bringet Ehr
Nun danket alle Gott

Musikalische Wünsche:
Sollten Sie für Ihre Trauung besondere musikalische Wünsche haben, z.B. Sologesang, bitten wir Sie den Solisten selbst zu suchen. Zu bedenken ist dabei, dass die Liedbegleitung fremder Stücke für den Organisten gegebenenfalls einen Mehraufwand an Übung verursacht. Dafür müsste mit ihm eine besondere Vergütung vereinbart werden.

Geschichten / Meditationstexte:

Ein junger Mann hatte einen Traum. Hinter der Ladentheke sah er einen Engel. Hastig fragte er ihn: „Was verkaufen Sie, mein Herr?" Der Engel gab ihm freundlich zur Antwort: „Alles, was Sie wollen." Der junge Mann sagte: „Dann hätte ich gerne:
- eine Frau, die mich immer versteht und auf die ich mich verlassen kann,
- eine glückliche Ehe, die bis zu unserem Lebensende glücklich bleibt,
- gute Freunde, die uns auf unserem Lebensweg begleiten,
- Kinder, die sich gut entwickeln und an denen wir unsere Freude haben,
- und, und ..."
Da fiel ihm der Engel ins Wort und sagte: „Entschuldigen Sie, junger Mann, Sie haben mich verkehrt verstanden. Wir verkaufen keine Früchte hier, wir verkaufen nur den Samen."
nach einer alten Legende

Die Brautleute hatten nicht viel Geld, aber dennoch waren sie der Meinung, dass viele Menschen mitfeiern sollten. Geteilte Freude ist doppelte Freude, dachten sie. Es sollte ein großes Fest werden, beschlossen sie, mit vielen Gästen. Denn warum sollte unsere Freude nicht ansteckend sein? -fragten sie sich. Es herrscht unter den Menschen ohnehin mehr Leid als Freude. Also baten sie die Eingeladenen, je eine Flasche Wein mitzubringen. Am Eingang würde ein großes Fass stehen, in das sie ihren Wein gießen könnten; und so sollte jeder die Gabe des anderen trinken und jeder mit jedem froh und ausgelassen sein.
Als nun das Fest eröffnet wurde, liefen die Kellner zu dem großen Fass und schöpften daraus. Doch wie groß war das Erschrecken aller, als sie merkten, dass es Wasser war. Versteinert saßen oder standen sie da, als ihnen allen bewusst wurde, dass eben jeder gedacht hatte: Die eine Flasche Wasser, die ich hineingieße, wird niemand merken oder schmecken.
Nun aber wussten sie, dass jeder so gedacht hatte. Jede von ihnen hatte gedacht: Heute will ich mal auf Kosten anderer feiern. Unruhe, Unsicherheit und Scham erfasste alle, nicht nur, weil es lediglich Wasser zu trinken gab. Und als um Mitternacht das Flötenspiel verstummte, gingen alle schweigend nach Hause, und jeder wusste: Das Fest hatte nicht stattgefunden.
Chinesische Parabel

Eine Kaulquappe hatte einen Weißfisch geehelicht. Als ihre Beine wuchsen und sie ein Frosch zu werden begann, sagte sie eines Morgens zu ihm: »Martha, ich werde jetzt bald einer Berufung aufs Festland nachkommen müssen, es wird angebracht sein, dass du dich beizeiten daran gewöhnst, auf dem Lande zu leben.«
»Aber um Himmels willen!« rief der Weißfisch verstört, »bedenke doch, Lieber: meine Flossen! Die Kiemen!«Die Kaulquappe sah seufzend zur Decke empor. »Liebst du mich, oder liebst du mich nicht?« »Ei, aber ja,« hauchte der Weißfisch ergeben. »Na also«, sagte die Kaulquappe.
Wolfdietrich Schnurre

Ein Weiser mit Namen Choni ging einmal über Land und sah einen Mann, der einen Johannisbrotbaum pflanzte. Er blieb bei ihm stehen und sah ihm zu und fragte: »Wann wird das Bäumchen wohl Früchte tragen?«
Der Mann erwiderte: »In siebzig Jahren.« Da sprach der Weise: »Du Tor! Denkst du in siebzig Jahren noch zu leben und die Früchte deiner Arbeit zu genießen? Pflanze lieber einen Baum, der früher Früchte trägt, dass du dich ihrer erfreust in deinem Leben.«
Der Mann aber hatte sein Werk vollendet und sah freudig darauf, und er antwortete: „Rabbi, als ich zur Welt kam, da fand ich Johannisbrotbäume und aß von ihnen, ohne dass ich sie gepflanzt hatte, denn das hatten meine Väter getan. Habe ich nun genossen, wo ich nicht gearbeitet habe, so will ich einen Baum pflanzen für meine Kinder oder Enkel, dass sie davon genießen. Wir Menschen mögen nur bestehen, wenn einer dem anderen die Hand reicht. Siehe, ich bin ein einfacher Mann, aber wir haben ein Sprichwort. Gefährten oder Tod."
Else Schubert-Christaller
 
 

Fotografieren im Gottesdienst
Natürlich gehören zu solch einem Festtag wie der Hochzeit Fotos (und auch Videofilme) dazu. Für den Gottesdienst allerdings sind dem Fotografieren und Filmen Grenzen gesetzt. Gute Motive bieten sich beim gemeinsamen Einzug in die Kirche, beim Ringwechsel und beim Auszug. Gebet und Segen sollten dagegen nicht durch Foto- oder Filmaufnahmen gestört werden. Auf jeden Fall ist es wichtig, vor Ihrem Traugottesdienst mit dem Geistlichen darüber reden, wann das Fotografieren und Filmen möglich ist. Nach dem Gottesdienst kann selbstverständlich in der Kirche fotografiert werden.
 
Blumenschmuck
Den Blumenschmuck der Kirche können die Brautleute individuell gestalten. Folgende Möglichkeiten haben sich bewährt: Blumenschmuck für den Altar. Wir bitten den Blumenschmuck für den Altar dann in der Kirche zu belassen. Kleine Gestecke an den Wangen der Kirchenbänke (optisch bewährt hat sich dabei, jede zweite Bank auszusparen).
 
Blumenstreuen und Reiswerfen
Immer wieder wird es gewünscht. Kinder sollen vor dem Brautpaar in die Kirche einziehen und Blumen streuen. Auf diese Weise sollen sie zeigen: Wir freuen uns, dass ihr diesen Weg geht. Blumenstreuen in der Kirche hat manchmal allerdings unerwünschte Nebenwirkungen. Zertretene Blüten hinterlassen auf einigen Böden hässliche Flecken. Darum gilt: entweder die Blumen erst draußen streuen oder selbst gefertigte Blüten aus Papier, Schleifen aus Krepppapier o. Ä. verwenden. In den letzten Jahren wird nach dem Gottesdienst immer wieder Reis über die Neuvermählten ausgestreut. Die Vögel vor der Kirche freuen sich über die Sonderspeisung. Aber es ist sicherlich nicht richtig, Lebensmittel nur zum Spaß auf die Straße zu werfen.
 
Spalierbräuche nach der Trauung
Oft bilden Freunden und Vereinskameraden vor der Kirche ein Spalier, mit dem sie das Brautpaar nach der Trauung empfangen. Damit die meist phantasievollen Bräuche von allen miterlebt werden können, sollten Spaliere und Hindernisse aus dem Bereich des Kirchenportals herausgehalten werden. Sonst bildet sich vor der engen Kirchentür ein "Stau", der die Hochzeitsgäste von dem Geschehen draußen ausschließt.
 
Catering vor der Kirche
Sollten nach der Trauung vor der Kirche Getränke oder ein Imbiss gereicht werden, ist dies durchaus möglich. Wir bitten Sie jedoch, dies selbst zu organisieren.

Kosten
Die Trauung ist grundsätzlich kostenfrei. Jedoch wird eine Spende für Menschen in Not jederzeit gerne angenommen. Gerade ein solch festlicher Anlass sollte Grund genug sein, auch anderer Menschen in Not etwas von dieser Freude mitzugeben. Über Hilfsprogramme oder die Verwendung der Spendengelder geben wir gerne jederzeit Auskunft.
Eine kleine Aufmerksamkeit für den Mesner und die Ministranten wird ebenfalls gerne angenommen.
 
Wie bereits oben erwähnt, ist die Vergütung für den Organisten mit diesem auszumachen.
 
 

Zeichen und Symbole der Trauung
Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente und heilende Zeichen, die in ihrer Symbolik zum Teil eine jahrtausendelange Tradition haben. Oft stammen sie aus dem Alltag des Volkes Israels. Symbole sind Bilder und sprechende Zeichen, die uns leibhaftig und sinnlich verdeutlichen wollen, was über das materielle Leben hinausreicht. In der Feier der Trauung sind viele Symbole enthalten, die Sie schon von anderen Sakramenten her kennen:
Festliche Kleidung
Zu einem Fest wie der Hochzeit gehört in allen Kulturen eine besondere Kleidung. Mit der Farbe Weiß des Brautkleides und des Anzughemdes verbinden wir einmal die Freude an der Auferstehung Christi, zum anderen Licht, Leben und Lauterkeit. Seit der Zeit der Urchristen ist die Farbe des Taufkleides (später auch die Farbe der Kleidung zur Erstkommunion, Hochzeit, Klostereintritt und Tod) weiß gewesen, ein Zeichen, dass etwas Neues beginnt und Gott uns alle Fehler vergibt. Die schwarze Kleidung (Anzug des Bräutigams) drückt Festlichkeit, Feierlichkeit und Erhabenheit aus. Die Farbe weiß als Zeichen der Jungfräulichkeit gilt heutzutage als überholt, daher ist auch die Wahl einer anderen Farbe grundsätzlich möglich.
 
 
Brautstrauß
Blumen und Kräuter sind Zeichen des Lebens, der Heilung und der Liebe. Bei der Hochzeit sind sie ein Symbol für Leben, Liebe und gute Wünsche. Früher galten Rosmarin und Myrte als besondere Hochzeitspflanzen. Im Mittelalter schrieb man Rosmarin die Kraft zu, böse Geister zu bannen. Darum trug die Braut einen Rosmarinkranz, bis die südländische Myrte ihn in dieser Bedeutung ablöste.
 
Braut- oder Hochzeitskerze
„Ich bin das Licht der Welt", sagt Christus von sich. Daran anknüpfend steht in jedem katholischen Kirchenraum die Osterkerze, welche an Christi Liebe und seinen Einsatz für die Menschen erinnert. Diese Kerze begleitet die Gemeinde durch das Kirchenjahr. An ihr werden die Taufkerze und die Kommunionkerze sowie die Braut- oder Hochzeitskerze entzündet. Seit dem Mittelalter gehört die Kerze als Symbol der Liebe, die hell und warm macht, zur Trauungsfeier. Mit dem Psalmwort: „Du bist meinem Fuß eine Leuchte und ein Licht auf meinem Weg", sagt sie dem Brautpaar Gottes Begleitung auf seinem Eheweg zu. Am Hochzeitstag und an weiteren Familienfesten kann die Braut- oder Hochzeitskerze angezündet werden. Sie kann auch beim Einzug in die Kirche hineingetragen werden und während des Festes brennen. Häufig ist sie mit den Zeichen Kreuz, Ringe, dem Datum der Trauung, den Namen des Brautpaares oder dem Trauspruch, den das Paar sich ausgesucht hat, geziert. Hat ein Brautpaar ein eigenes Zeichen oder Bild, das in ihrer bisherigen Beziehung eine besondere Rolle gespielt hat, kann auch dieses auf der Braut- oder Hochzeitskerze seinen Platz finden.
Ringe
Im Altertum kennen wir als Symbol ein Medaillon, das in der Mitte zerbrochen wurde und jede/r Freund/in bekam eine Hälfte davon. Dies sollte ein Zeichen sein, dass die Partner nur gemeinsam ein Ganzes bilden. Ursprünglich war dann die Überreichung der Ringe das wichtigste Zeichen der Verlobungsfeier und besiegelte den Ehevertrag. Seit Papst Nikolaus (um 800) wurde der Ehering zum Sinnbild der Treue, der Beständigkeit und der ehelichen Bindung und weist auf die Unendlichkeit hin. So wie der Ring keinen Anfang und kein Ende hat, so soll die Beziehung des Paares und der Bund Gottes mit den Menschen ewig währen.
 
Weihwasser
Die Besprengung der Ringe mit Weihwasser erinnert an die Taufe, den Bund Gottes mit den Menschen. Das Weihwasser, das oftmals beim Eintreten in eine katholische Kirche an diese Taufe erinnern soll, ist ein Zeichen für Leben. Da im Orient Wasser eine seltene und kostbare Gabe war, spielte das Untertauchen in das „Wasser des Lebens“ bei der Taufe für die frühen Christen eine große Rolle. Es wurde die Zusage damit verbunden, der Mensch solle so froh und glücklich werden wie der Fisch im Wasser.
 
Handreichung/Handauflegung
Das Reichen der rechten Hände besiegelt seit der Antike einen rechtsgültigen Vertrag. In der Trauung bekräftigt die Handreichung den Bund, den Braut und Bräutigam miteinander schließen. Zur Bestätigung legt der Priester oder Diakon die Stola um die Hände der Brautleute und bekundet: Vor Gott und der Welt schließt ihr euren Bund. Gott sagt euch seinen Segen zu. Zum Zeichen dafür kann der Zelebrant die Hände auflegen.
 
Segen – „Benedicere“ – Wohlwollen zusagen
Beim Segensgebet über die Neuvermählten wird die Kraft Gottes auf die Brautleute herabgerufen. Sie wissen, dass sie ihr Leben nicht alleine bewältigen müssen, sondern dass Gott mit ihnen geht auf ihrem Eheweg.